Efficient Linux at the Command Line - Daniel J. Barrett
Bei so einem Titel erwartete ich ein Nachschlagewerk voller Bash-Lifehacks, aber nein :)
Der Autor erklaert einfache Konzepte auf komplexe und wortreiche Weise. Selbst wenn man die beschriebenen Werkzeuge kennt und sie taeglich benutzt, kaempft man sich muehsam durch das Dickicht der Erklaerungen des Autors.
Der Autor erfindet unrealistische Szenarien fuer die Nutzung verschiedener Utilities und sagt dabei regelmaessig: “Ich kann hier nicht alles abdecken, nur die wichtigsten und gefragtesten Funktionen.” Manchmal implementiert er die einfachsten Aufgaben auf die komplexeste und verwirrendste Art und Weise.
Die Erzaehlung ist sprunghaft: Er beginnt ueber etwas zu sprechen, bricht dann ab und sagt, er werde es ein paar Kapitel spaeter ausfuehrlich erklaeren.
Der Autor verwendet Woerter fuer Utilities und Prozesse, die eher fuer lebende Objekte passen: “es dazu bringen”, “es will nicht” usw.
Alle paar Seiten erinnert der Autor an dieselben Anhaenge, als waere dies ein Universitaets-Lehrbuch fuer einen woechentlichen Kurs.
Bis zur Mitte ist das Buch muehsam und schwer zu lesen: wenig Information, wenige Konzepte, viele Woerter. Ab der Mitte nimmt der Autor Fahrt auf und liefert Information dichter. Springt aber staendig zwischen akademischer konzeptueller Erzaehlung und vereinfachter Alltagssprache hin und her.
Mir schien, dass der Autor selbst nicht ueber die Zielgruppe entscheiden konnte. Daher wird das Buch erfahrenen Spezialisten langweilig und gleichzeitig Anfaengern komplex und schwer verstaendlich erscheinen.
Kann ich nicht empfehlen.
Efficient Linux at the Command Line Daniel J. Barrett
